Die Clowns­welt auf der Tita­nic ächzt, die Maschi­ne kommt ins Stot­tern und jetzt zeigt sich, was gesun­de und aus dem ewig Geis­ti­gen genähr­te Reli­gio­si­tät und was bloß essenz­lo­se Nar­ziss­mus-Spi­ri­tua­li­tät einer über­sat­ten Wohl­stands­ge­sell­schaft war. 

Jetzt zeigt sich, was über Genera­tio­nen geheg­te und gepfleg­te Spi­ri­tua­li­tät und was Instant-Feel­good-Good-for-Not­hing-Eso­te­rik ist. 

Jetzt wird offen­bar, was in uns wirk­lich zum Segen gewor­den ist und was nur bil­li­ge Effekt­ha­sche­rei war. 

Die Stun­de der Ern­te ist die Stun­de der Wahr­heit. 

Wir nen­nen es eine „Lie­bes­er­klä­rung an die kon­ser­va­ti­ve Spi­ri­tua­li­tät.“ Ver­wur­zelt, inkar­niert, nir­gend­wo anders sein wol­lend als hier: Im Eige­nen. Von dort: Auf Gott aus­ge­rich­tet. 

Nur ein Gott kann uns noch retten.“

In der Clowns­welt wird unse­re ver­trau­ens­vol­le Glau­bens­fä­hig­keit zer­stört und an ihre Stel­le implan­tiert man einen denun­zia­to­ri­schen Mora­lis­mus. 

Anstatt — wie wir in Mär­chen, Gebe­ten und den Erzäh­lun­gen unse­rer Vor­fah­ren gelernt haben — uns von den geis­ti­gen Mäch­ten des Bösen abzu­wen­den, sol­len wir nun dem neu­en Gebot des Hyper-Mora­lis­mus fol­gen: „Du sollst Dich sozi­al distanzieren.“

Wo die Offen­heit des väter­li­chen Daseins­grunds mit Wohl­stands­müll zuge­schüt­tet wur­de, tür­men nun die Glas­pa­läs­te von Vater Staat.

Wo wir uns nicht aus frei­em Wil­len der Lie­be unter­wer­fen, wer­den wir zwangs­wei­se von der Angst unterdrückt.

Wo wir Gott nicht stand­haft die Treue hal­ten, sind wir von allen guten Geis­tern ver­las­sen: Die ent­völ­ker­te hei­le Welt wird so durch eine Clowns­welt ausgetauscht.

Wo wir das Eige­ne miss­ach­ten, wird uns das Frem­de missbrauchen.

Und wo wir unser Aller­hei­ligs­tes nicht mehr hegen, pfle­gen, hüten und bewah­ren, wer­den wir Stück­chen für Stück­chen selbst aus­ge­grenzt, iso­liert, mar­gi­na­li­siert und pulverisiert.

Wo wir unser Leben nicht in SEINE zeit­lo­sen Hän­de legen, wird uns die Mode durch ihre über­grif­fi­gen Maß­nah­men erdrücken.

Wo wir nicht Kin­der Got­tes sind, wer­den wir von ande­ren Mäch­ten inf­a­ti­li­siert. 

Wo wir nicht frei in SEINEM Reich leben, wer­den wir im Ego-Über­wa­chungs­staat ein­ge­sperrt. 

Wo wir unse­ren Kin­dern nicht mehr zei­gen, wie sie die Hän­de zum Gebet fal­ten, wer­den sie nie die Kraft erlan­gen sie zum Seg­nen zu erhe­ben. 

Was ich eigent­lich sagen will: Unse­re Kri­se ist mehr eine Glau­bens­kri­se als wir ahnen. Unse­re Mut­lo­sig­keit ist mehr eine Gott­lo­sig­keit als wir zu den­ken wagen. Und mehr denn je gilt, was Hei­deg­ger so sagt: „Nur ein Gott kann uns noch retten.“

Man­che nen­nen das alles hier abfäl­lig „kon­ser­va­tiv“. Nun, dann sei es eben so. Ich wür­de mich ja krat­zen, aber es juckt mich ein­fach nicht. Dann nen­nen wir es halt „kon­ser­va­ti­ve Spi­ri­tua­li­tät“. 

Und ich habe schon lan­ge kei­ne Kraft mehr — aber mei­ne Kraft kommt von Gott. 

SOLO DIOS BASTA

Die Clowns­welt ist von innen her bös­wil­lig. Das zu sagen, ist das gro­ße TABU! 

Frü­her gab es ein SEX-Tabu. Man tat so, als wäre der Trieb nach Sex kein Moti­va­tor für unser Han­deln. Ob beruf­li­ches Stre­ben, poli­ti­sche Ambi­tio­nen, gesell­schaft­li­che Aner­ken­nung, sozi­al ange­pass­tes Ver­hal­ten in Bezie­hun­gen oder selbst spi­ri­tu­el­les Erwa­chen: Der Trieb nach Sex, oder eben die Kom­pen­sa­ti­on von erlit­te­ner Sex-Losig­keit, die Gier nach oder die Angst vor Sex, wur­de als Motiv tabui­siert: Heu­te ist uns klar, dass SEX und die Unter­drü­ckung von Sex ein Motor für unse­re Hand­lun­gen ist.  

Es dau­er­te vie­le Genera­tio­nen, bis das SEX-Tabu gebro­chen war. 

Eben­so ging es mit den The­men GELD und MACHT. 

Das nun letz­te TABU ist das Motiv der Böswilligkeit.

Ihr ver­steht die Grau­sam­keit der Clowns­welt nur, wenn ihr das Tabu über­win­det und rei­ne Bös­wil­lig­keit als Motiv unter­stellt: Das Bös­wil­li­ge ergötzt sich am Bösen. Dies nennt man Sadis­mus. Die Lust an der Demü­ti­gung. 

Die dunk­le Macht des Bös­wil­li­gen erkennt ihr unter ande­rem dar­an, dass man­che Men­schen schein­bar von unsicht­ba­ren Mäch­ten beschützt wer­den, wäh­rend sie scham­los das Böse tun. 

Sie kön­nen unver­hoh­len die größ­ten Grau­sam­kei­ten erzäh­len und wer­den dafür nicht nur nicht mas­siv ange­zwei­felt, son­dern wer­den dabei noch ange­feu­ert. 

Das rei­ne Böse ver­leiht sei­nen dunk­len Jün­gern die schreck­li­che Gabe, die immer sel­be Lüge so zu ver­brei­ten, dass sie von der Mas­se geglaubt wird: Sie geben vor, Leben zu schüt­zen und Leben zu ret­ten. 

Evi­denz­ba­sier­te Argu­men­te spie­len kei­ne Rol­le mehr, dafür wird um so mehr mit abs­trak­ten Zah­len, Stu­di­en und aus dem Zusam­men­hang geris­se­nen Unter­stel­lun­gen han­tiert — bis wir selbst ganz hys­te­risch wer­den. 

Die Clowns­welt gewinnt nicht nur, weil sie lau­te Unter­stüt­zer auf ihrer Sei­te hat. Sie gewinnt auch des­we­gen, weil sie kei­ne Angst hat, ihren guten Ruf zu ver­lie­ren. 

Das Böse hat sie so infi­ziert, dass ihre Repu­ta­ti­on und ihre Glaub­wür­dig­keit und ihre Ehre ihnen nichts mehr bedeu­tet. Die Clowns­welt bezieht ihre inne­re Stand­haf­tig­keit und ihren meta­phy­si­schen Halt nur dadurch, dass das Böse sie fest im Griff hat.

Der nor­ma­le Mensch fühlt im Anblick des Bösen instink­tiv, wie ihm das Blut in den Adern gefriert. 

Der Nor­ma­le Mann und die nor­ma­le Frau haben aber genau das zu ver­lie­ren: Ihren guten Ruf, ihre Repu­ta­ti­on, ihre ganz nor­ma­le pri­va­te und beruf­li­che Ehre und vor allem … ihr Gesicht.

Die Clowns­welt hat ihr Gesicht schon ver­lo­ren. Ihre Ehr­lo­sig­keit stört sie nicht mehr. Die Clowns­mas­ke sitzt fest. 

Es führt Euch ganz in die Irre, nach den Moti­ven des Bös­wil­li­gen zu fra­gen — das ist ja gera­de das Tabu: Das Motiv des Bös­wil­li­gen ist das Böse. 

War­um will das Böse das Böse tun? War­um? Dar­um! Sinn­los. Grund­los. Da ist im Kern kei­ne kom­pli­zier­te Ver­schwö­rung, son­dern da ist viel­mehr bloß die Bana­li­tät des Bösen. 

Und wie erreicht das Bös­wil­li­ge das Böse? Immer durch die­sel­be Hand­lung: Mord. Ruf­mord. Sozia­ler Mord. Eros-Mord. Mord des Lebens. Unter dem Deck­man­tel der Auf­klä­rung, des Schüt­zens, Ret­tens und Hel­fens wird das Leben von der Quel­le des Lebens iso­liert. 

Der gehei­me Haupt­an­griff des Bösen zielt dabei immer auf etwas viel tie­fe­res und auf etwas Abso­lu­tes: Chris­tus-Mord. Herz-Mord. Lie­bes-Mord. Baby-Krish­na-Mord. Got­tes-Mord. Das Geheim­nis soll ermor­det wer­den. Ster­nen­tod. 

Was uns vor die­sem Bösen schützt? 

Glau­bens­fä­hig­keit zu dem rei­nen und tran­szen­den­ten Gött­lich-Geis­ti­gen. 

Lie­bes­fä­hig­keit zu der ganz nor­ma­len imma­nen­ten Natur: Zu den Ster­nen, der Erde, den Pflan­zen, Tie­ren und Menschen.

Schließ­lich auch — und vor allem — eine glau­bens­fä­hi­ge und lie­bes­fä­hi­ge Bezie­hung zu jenen Wesen, die zugleich rein gött­lich-geis­ti­ger und zugleich ganz nor­ma­ler mensch­li­cher Natur sind. 

Möget ihr euren Geist wach und euer Herz offen hal­ten. Schaut dem Bösen ohne zu blin­zeln ins Gesicht. Ver­mei­det nichts. Aber lasst euch nie­mals vom Bösen beein­dru­cken. Wer wahr­haft an Gott glaubt und wer alle Wesen liebt, der wird erken­nen, wor­in die dunk­le Macht des Bösen besteht: Uns vor­zu­gau­keln, es habe Macht über uns. Aber in Wahr­heit ist das wesen­lo­se Wesen des Bösen ein „Ver­su­cher“ und der Ver­su­cher ist nur Schein und Täu­schung. 

Was könnt ihr gera­de jetzt wirk­sa­mes tun? Nur die­se nächs­ten 3 Sekun­den hier? Nun: Glaubt nicht an den Ver­su­cher, glaubt an mein Wort — das ich bin. 

GOTT ALLEIN UND ALLEIN GOTT BEWIRKT ALLEN SEGEN. 

Auch die­sen hier.

Ich mache nicht mit bei die­ser Clownswelt-Spiritualität.

Eine Clowns­welt-Spi­ri­tua­li­tät ist der lächer­li­che Ver­such, die hei­lig-zeit­lo­se Erleuch­tung in post­mo­der­nen Plas­tik-For­men zu ver­kau­fen. 

Ver­gesst es: Die radi­ka­le Natur des Geis­tes passt nicht in Eure mit poli­ti­scher Kor­rekt­heit geimpf­te Social-Jus­ti­ce-Gen­der-Gaga-Woke-Welt. „Woke“ ist das Gegen­teil von „erwacht“. Ein „woker“ Clown ist trotz­dem ein Clown. 

Erleuch­tung IST ver­let­zend für das Ego. Und Erleuch­tung ist nur etwas für Men­schen, die ihre per­sön­li­che neu­ro­ti­sche Clowns­welt nicht über die wirk­li­che Wahr­heit stel­len, son­dern alles in das Feu­er der Lie­be geben — auch ihre Anspruchs­hal­tung, auch ihr Mit­be­stim­mungs­recht. Im Feu­er der Erleuch­tung haben wir — Gott sei Dank — nichts mit­zu­re­den, end­lich mal nichts zu bestim­men und (wie erleich­ternd) kei­ne Ansprü­che. 

Wo die revo­lu­tio­när-befrei­en­de Kraft des Hei­li­gen Geis­tes und die herz­zer­rei­ßen­de Güte der Lie­be erfolg­reich gelehrt wur­den, geschah dies seit Men­schen­ge­den­ken in kaum ver­än­der­ter Wei­se. 

Wo die erquick­li­che Quel­le des Lebens wild und frisch spru­delt, da tut sie das, weil auch Ruhe bewahrt, Ord­nung gehal­ten, Regeln befolgt und Tra­di­tio­nen wei­ter­ge­ben wer­den — weil jemand da ist, der zum erreich­ba­ren Brun­nen wur­de. 

So aus­ser­ge­wöhn­lich Erleuch­tung auch ist, so ist sie doch auch die nor­mals­te Sache der Welt. Vor der Erleuch­tung ist ein Berg ein nor­ma­ler Berg. In der Erleuch­tung ist ein Berg kein Berg mehr. Nach der Erleuch­tung ist ein Berg ein nor­ma­ler Berg. 

Ich ste­he dar­um für eine kon­ser­va­tiv-revo­lu­tio­nä­re Spi­ri­tua­li­tät. Kon­ser­va­tiv bedeu­tet, dass ich auf die bewähr­ten Unter­wei­sun­gen baue, die gro­ßen Weis­heits­tra­di­tio­nen hege und pfle­ge und mich von dem uralten Strom der Geis­tes­ge­schich­te füh­ren las­se. Und kon­ser­va­tiv bedeu­tet, dass ich eine ganz nor­ma­le Iden­ti­tät besit­ze: Mein Geschlecht, mei­ne Fami­lie, mein Volk: Das Eige­ne und die Ande­ren — EINS in Gott. 

Die Kraft der Ver­eh­rung gehört dazu, dann die Demut dem Hei­li­gen gegen­über, und das Füh­ren und Geführt wer­den aus einer natür­li­chen Hier­ar­chie her­aus, wo jeder sei­nen Platz ein­nimmt. 

Die alles befrei­en­de Spreng­kraft der Erleuch­tung muss inner­halb kla­rer Gren­zen gehegt, gepflegt und dis­zi­pli­niert wer­den. Nicht die vor­zei­ti­ge und sich allem und jedem hin­ge­ben­de Eja­ku­la­ti­on ist sexy und befruch­tend, son­dern nur die Potenz, die sich streng zurück­hal­ten kann, ent­wi­ckelt die Här­te und Prä­senz, die zur tie­fen Lust und schließ­lich zur Befruch­tung gelangt. 

Das abso­lut außer­ge­wöhn­lichs­te und jeden Tag scho­ckie­rend schöns­te, was des Men­schen See­le erle­ben kann, ist Erleuch­tung. Aber die­se ein­zig­ar­ti­ge Pflan­ze blüht nur dort auf, wo gleich­zei­tig das Nor­ma­le leben­dig ist. 

 „Nor­mal ist, was Gewohn­heit begrün­det, etwas, das man nicht erklä­ren muss. Auf das man sich ver­las­sen kann. Das mag eher glanz­los sein, aber es ist: völ­lig nor­mal. Und es hat in Zei­ten, in denen sich das Ver­trau­te auf­zu­lö­sen scheint, etwas unge­mein Beru­hi­gen­des. Man ver­ach­te das Glück des Spie­ßers nicht, das rächt sich. Anders gesagt: es hat sich längst gerächt“. (* Cora Ste­phan: LOB DES NORMALEN. FBV, Edi­ti­on Tichys Ein­blick. 2021)

Denn wo der Gral nicht zur Demut bereit ist, das aller­nor­mals­te Gefäß zu sein, wird er die Gna­de der Erfül­lung durch das Aller­hei­ligs­te nicht erfah­ren. Und nicht umsonst ver­weist Rudolf Stei­ner dar­auf, dass die „geis­ti­ge Welt“ nur von dem betre­ten wer­den kann, der sei­nen gesun­den Men­schen­ver­stand bewahrt, sei­ne See­le pflegt und einen nor­ma­len All­tag füh­ren kann. 

Denn der Mensch, der anders sein will, als ein ganz nor­ma­les Kind Got­tes, der ver­lässt Gott. 

Kann schon sein, dass so ein super kor­rek­ter und fit gecoach­ter und post­mo­der­ner Mensch, der ver­ächt­lich auf das Nor­ma­le her­ab­blickt, sich so als etwas bes­se­res fühlt und glaubt, damit die Welt zu ret­ten. Viel­leicht sonnt er sich sogar in sei­nem Glanz. Aber für mich ist das ein­fach nur der ver­strahl­te Glanz eines gol­de­nen Kal­bes. 

Wenn ich sage, „ich bin erleuch­tet“, dann mei­ne ich vor allem: Ich unter­wer­fe mich voll­stän­dig, immer und bedin­gungs­los dem immer schon leuch­ten­den und ewig alles erwär­men­den Son­nen­licht, das Gott ist. Mei­ne Kom­pe­tenz ist, dass ich ohne Zwei­fel das Kind von Gott bin. Das ist alles. 

In den rei­nen Strah­len des Lichtes

Erglänzt die Gott­heit der Welt.

In der rei­nen Lie­be zu allen Wesen

Erstrahlt die Gött­lich­keit mei­ner Seele.

Ich ruhe in der Gott­heit der Welt;

Ich wer­de mich selbst finden

In der Gott­heit der Welt.“ 

(Rudolf Stei­ner)