Durch das Leben mit mir leh­re ich mei­ne Devo­tees nicht die Flucht ins Herz, nicht die Flucht aus der Welt, nicht die Flucht aus Geschlecht, Fami­lie, Hei­mat, Volk — ich leh­re sie nicht die Flucht aus ihrer Gott­ge­ge­be­nen Iden­ti­tät. 

Ich lebe und leh­re das Dasein ALS das Herz. Ich leh­re sie die vol­le Annah­me des­sen was ist. Ich leh­re sie die dank­ba­re Annah­me ihres Schick­sals. 

Ich unter­wei­se sie dar­in, aus der Frem­de des Egos in die Hei­mat des Her­zens nach Hau­se zu kom­men. 

ALS das Herz Hei­mat zu sein, ist der Zustand von Nicht-Suchen: 

Nicht-Suchen heißt auch: Nicht woan­ders sein wol­len. Nicht jemand ande­res sein wol­len. Nichts recht­fer­ti­gen. Kein Kult um Schuld­ge­füh­le. Kei­ne aggres­si­ve Fik­tio­na­li­sie­rung des Nor­ma­len. Kein Ver­bie­gen des gesun­den Men­schen­ver­stan­des. Kein Nar­ziss­mus der kleins­ten Dif­fe­ren­zen. Kei­ne Hys­te­rie wegen einer (schein­bar) imper­fek­ten Welt. Kei­ne Abschnei­dung von ihrer Bluts­li­nie. Kein Alar­mis­mus und kei­ne Dra­ma­ti­sie­rung von nor­ma­ler Krank­heit und Tod. Kei­ne Clowns­welt. 

Nicht-Suchen im Glau­ben an den leben­di­gen Gott ist Ver­wur­zelt-Sein im Hier und Jetzt. 

Nicht-Suchen im Glau­ben an den leben­di­gen Gott ist, zum Organ einer hei­li­gen Ord­nung des Frie­dens zu wer­den. 

Jedes Organ an sei­nem Platz, in sei­ner Hier­ar­chie, in sei­nen Gren­zen, in sei­ner Tra­di­ti­on, in sei­nem Rhyth­mus und in sei­ner gege­be­nen Iden­ti­tät — in einem orga­ni­schen Kos­mos. 

Das Aller­hei­ligs­te wirkt sich gnä­dig in uns aus, durch unse­re Demut.  

Das Aller­hei­ligs­te ist nicht woan­ders. 

Im Ange­sicht des strah­lend Hel­len das Geschenk der Iden­ti­tät vor­be­halt­los anzu­neh­men, ist Befrei­ung von aller Suche. 

Das Aller­hei­ligs­te ist nicht jemand ande­res. Und nicht durch Suche zu fin­den. 

In den uralten Mys­te­ri­en war es hei­li­ges Gesetz, dass die Ket­ten spren­gen­de spi­ri­tu­el­le Ein­wei­hung durch das Aller­hei­ligs­te und gleich­zei­tig die gedul­di­ge cha­rak­ter­li­che Schu­lung, untrenn­bar sind. 

Erleuch­tung war irgend­wie immer ein kon­ser­va­tiv-revo­lu­tio­nä­re­res Ding. 

Wer den Weg mit mir geht, geht die­sen hei­li­gen und inten­si­ven Weg unse­rer Urvä­ter und Urmüt­ter. 

Bei mir gibt es weder die poli­tisch kor­rek­te Main­stream-Clowns­welt, noch eine extra­va­gan­te Nische, wo man sei­nen ver­dreh­ten Fetisch aus­lebt. Oder auch kei­nen leis­tungs­ori­en­tier­ten Selb­st­op­ti­mie­rungs-Nar­ziss­mus. 

Der hei­li­ge Mensch singt in sei­ner Treue zur ewi­gen Essenz immer auch Lie­der der Unver­söhn­lich­keit. Denn das Wirk­li­che kol­la­bo­riert nicht mit dem Unwirk­li­chen. 

Dabei ist zwi­schen Wür­de und Hoch­mut ein schma­ler Grat: Dar­um gehe die ste­ti­ge geis­ti­ge Auf­wärts­be­we­gung stets Hand in Hand mit dem immer tie­fe­ren Sin­ken in Demut.

Und wer mit mir einen Schritt in die Sphä­re des spi­ri­tu­el­len Erwa­chen macht, wird von mei­ner Sangha gleich­zei­tig zwei Schrit­te zur Cha­rak­ter­bil­dung geführt: Das Schö­ne bewun­dern, das Wah­re behü­ten, das Gute beschlie­ßen, das Edle ver­eh­ren. 

Ver­biegt dazu Eure See­le nicht ent­spre­chend der Mode. 

Horcht und gehorcht viel­mehr der tiefs­ten Obses­si­on. Der tiefs­ten Obses­si­on zu gehor­chen bedeu­tet, in Gott zu glau­ben. 

Nur ein Gott kann uns noch ret­ten. 

Gott ist Lie­be. 

Lie­be zu prak­ti­zie­ren, wie ich es mei­ne Devo­tees leh­re, gibt ihnen ein ener­gie­ge­la­de­nes Inter­es­se an Gott. 

Sie grü­beln nicht wei­ter selbst­be­ses­sen dar­über nach, ob „es jetzt für sie stim­mig“ ist, oder ob sie sich „danach füh­len.“ 

Immer alles in Fra­ge stel­len zu wol­len und immer alles neu ver­han­deln zu müs­sen, ist eine neu­ro­ti­sche Ablen­kung von der natür­li­chen Lust, sich von der Lie­be Got­tes füh­ren und erfül­len zu las­sen. 

Zu glau­ben, man müs­se sich selbst suchen, zu glau­ben, man wäre noch nicht soweit, macht im Ange­sicht des strah­lend Hel­len ein­fach kei­nen Sinn.

Viel­mehr ist es immer nur sinn­voll, sich zu ver­ge­wis­sern, dass wir in tie­fer Schuld zum Got­tes­geist ste­hen. Aus die­ser tie­fen Schuld her­aus erle­ben wir die unver­dien­te Gna­de des Lebens. Und dies treibt unser Herz zu Lob­ge­sang und Beja­hung und tie­fer Glau­bens­fä­hig­keit. 

So wer­den wir vom selbst­lo­sen Geist der Lie­be durch­drun­gen. 

Wenn der erha­be­ne und selbst­lo­se Geist der Lie­be uns mit Macht erfüllt, ist unser Ver­stand und sogar unse­re Emo­ti­on abwe­send. 

Du erfährst gro­ße inne­re Ruhe. 

Du gehst auf in einem Raum der Tran­szen­denz, der uner­mess­lich leer und schwarz ist. Und es fühlt sich nach hells­ter Erfül­lung und war­mer Freu­de an. 

Das alles ist völ­lig real. Es ist die ein­zi­ge Rea­li­tät. Und gera­de des­we­gen ist sie weder greif­bar noch als irgend­et­was Bestimm­tes erin­ner­bar und auch nicht verhandelbar.

Über das, was Gott ist, kann man wild fan­ta­sie­ren. In die­sem Fan­ta­sie­ren macht man sich „ein Bild­nis von Gott.“ Dadurch macht ihr alles kaputt. 

Ein Devo­tee aber ver­lernt, über sei­nen Guru zu fan­ta­sie­ren. Er bricht und begräbt sein ner­vö­ses Sam­s­a­ra. So beginnt er viel­mehr, sei­nen Guru als das stil­le Bild eines Gelieb­ten im Bewusst­sein zu tra­gen. Kein Suchen, kein Grü­beln, kein Grei­fen, kein Ableh­nen, kein Des­in­ter­es­se, kein schlech­tes Gewis­sen — nur die ener­ge­ti­sche Prä­senz der Lie­be. Das ist die Unter­wei­sung, die er annimmt. 

Die­se ener­ge­ti­sche Prä­senz der Lie­be erle­ben wir als das ganz Nor­ma­le. 

Ich wie­der­ho­le es, damit du dar­über stol­perst und Dich dann neben den Stol­per­stein setzt und es impli­zit und expli­zit so medi­tierst, wie ich es sage:  

Die­se ener­ge­ti­sche Prä­senz der Lie­be erle­ben wir als das ganz Nor­ma­le.“ 

Ich selbst bin ganz nor­mal. Da ist nichts dahin­ter. Nichts zu ent­rät­seln. Nichts zu ent­de­cken. Nichts zu hin­ter­fra­gen. Nichts zu wis­sen. Nichts beson­de­res. Nichts ande­res. 

SOLO DIOS BASTA