Weib­lich, 26 Jah­re alt, Kran­ken­pfle­ge­rin, Devo­tee, Moun­tain lover, Sang­ha­schwes­ter, Frau an der Sei­te eines Man­nes.

Kürz­lich dach­te ich, omg: Das bin ich alles!? Nie im Leben. Ich bin gar nichts von all dem. Wie soll ich mich denn über­haupt beschrei­ben, wenn ich nicht im gerings­ten weiß, was ich bin und dass, was ich sehe nur ein klei­nes Per­spek­tiv-Fens­ter­chen aus dem Leben von Jel­ly ist!?

Und da ist doch so viel mehr, wenn ich um mich her­um schaue, ste­hen dort Bäu­me, da blü­hen Blu­men am Weges­rand und in der Luft liegt ein zau­ber­haf­ter Duft von Früh­ling und ich den­ke bei all dem Wun­der, dass sich die­ses Men­schen­kind in den weni­gen oben genann­ten Wor­ten beschrei­ben lässt: Fail. Mit die­ser Erkennt­nis im Gepäck heißt es nun, auf­ste­hen, Kro­ne rich­ten und wei­ter dem Licht und einem Mys­te­ri­um ent­ge­gen gehen, wel­ches sich noch nie als Beschrei­bung wie­der gefun­den hat.

Ich ent­de­cke auf dem Weg des Gro­wing Ups, dass das kon­ti­nu­ier­li­che Vor­wärts­ge­hen, durch­at­men, umkeh­ren, neu die Rich­tung ein­schla­gen, ver­lo­ren gehen und wie­der fokus­siert in das Licht eines unbe­schreib­li­chen Mys­te­ri­ums zu gehen, mein Schlüs­sel ist, um durch Fleisch gewor­de­ne Ver­kör­pe­rung zu ver­ste­hen, wer und was ich bin und das in einem stän­di­gen Wan­del mei­ner Selbst die prä­zi­ses­te Beschrei­bung mei­nes Selbstes liegt.

Das kann mal schwarz-weiß sein, mal bunt, ein ande­res Mal rosa­rot.

Ich schen­ke mir selbst am meis­ten Glau­ben, wenn ich durch Selbst­er­ken­nung und dem eigens erstark­ten Mus­kel ein­fach weiß, wovon ich spre­che, weil ich es inten­siv durch­wan­dert bin. Ist das nicht geni­al!? Ja, das bedeu­tet viel Durch­hal­te­ver­mö­gen und der Fak­tor Zeit spielt auch eine wesent­li­che Rol­le, jedoch erscheint es mir als eine Mög­lich­keit auf dem Weg des Erwa­chens. Auf die­sem Weg gön­ne ich mir Ehren­run­den, eine Men­ge Spaß, Trä­nen, auf­ge­schla­ge­ne Knie, Momen­te der Ver­wir­rung… war­um, all das!? Weil ich in der Refle­xi­on sehen kann, dass es das ein­fach wert ist und ich dem Leben das schul­dig bin.

Es ist ein unbän­di­ges Gefühl von auf- und abbrau­sen­den Wel­len, ein Getra­gen sein. Es ist.

Jui­ci­gi­ges Add-on: Ab einem bestimm­ten Punkt tref­fen die ver­schie­de­nen For­men des Weges, die gespro­che­nen Wor­te des Gegen­übers mit einer so gro­ßen Natür­lich­keit auf ein erwach­se­nes Selbst, dass sie immer in Auf­rich­tig­keit und erho­be­nen Haup­tes „genom­men“ wer­den kön­nen.

Er-Lösung pur!

Ich lie­be es mei­nen Schwes­tern und Brü­dern so zu begeg­nen, dass ich in jedem Moment davon aus­ge­he, dass sie mehr Inter­es­se an Erwa­chen, als an mei­nem klei­nen, ver­strick­ten Selbst haben. Dadurch rich­te ich mich auf und mei­ne Mit­men­schen sind auch um vie­le Meter inne­re Grö­ße gewach­sen. Das ist Ent­wick­lung. Dann ist Wachs­tum mög­lich.

Mit all die­sen geschrie­ben Wor­ten möch­te ich aus­drü­cken, wie sehr ich die­ses Leben lie­be. Die Wan­del­bar­keit in mir sehen und zu erken­nen, dass das, das Natür­lichs­te auf der Welt ist. Dass mein Guru mich ein­fach dar­an erin­nert, dass ich kein klei­nes Selbst bin, son­dern DAS und auch dass ich mehr bin, als die ein­gangs beschrie­be­nen For­mu­lie­run­gen über Jele­na.

Get out the­re.
Fly high.
Dive deep.
Be!
Om shan­ti.